Libyen: Ministerrat macht 1 Million € frei

Der Ministerrat der geschäftsführenden belgischen Bundesregierung beschloss am Donnerstag, 1 Million € für die Nothilfe für Flüchtlinge in Libyen freizumachen. Das Geld geht an das Internationale Rote Kreuz und wird über einen Nothilfefonds freigemacht.

Dabei handelt es sich um einen ersten Hilfsbeitrag von Seiten Belgiens, mit dem die geschäftsführende Regierung einem Hilferuf mehrer internationaler humanitärer Organisationen entspricht. Belgiens scheidender Minister für Entwicklungshilfe, der frankophone Liberale Olivier Chastel (MR), gab bekannt, dass damit das Flüchtlingsdrama an den libyschen Grenzen gelindert werden soll.

Chastel stellte fest, dass die Lage in der Konfliktregion besorgniserregend ist und dass die Situation vor Ort einen direkten Einfluss auf die lokale Bevölkerung hat. Vor allem die Flüchtlinge seien davon betroffen und Sicherheit und Stabilität einer ganzen Region drohten zusammenzubrechen.

Bereits im Januar konnte das belgische Entwicklungshilfeministerium über den Disaster Relief Emergency Fund (DREF) Projekte finanzieren, mit denen tunesischen Familien geholfen werden konnte, die Opfer der Konflikte im eigenen Land geworden waren. Hierbei wurden Lebensmittel und Decken finanziert.

Der DREF bietet internationalen Organisationen, die mit dem westlichen Roten Kreuz oder mit dem moslemischen Roten Halbmond kooperieren, finanzielle Nothilfe im Falle von Naturkatastrophen und anderen humanitären Dramen.