Brussels Airport setzt "intime" Kontrollen aus

Das Sicherheitspersonal am Flughafen von Zaventem hatte offenbar große Probleme damit, die strengeren Formen der Leibesvisitation auf Dauer umzusetzen. Nach rund einer Woche wurde diese Form der Personenkontrolle vorläufig wieder eingestellt.

Seit einer Woche sollte das Sicherheitspersonal am Brussels Airport bei den Leibesvisitationen der Fluggäste weiter gehen, als bisher. In Verdachtsfällen oder nach dem Alarmsignal bei den Metallscannern sollten die Kontrolleure bei den Abtastungen auch unter Umständen nicht davor zurückschrecken, auch intime Körperbereiche zu berühren.

Doch dies lehnen die Kontrolleure nach rund einer Woche mehrheitlich ab, so dass sich die Verantwortlichen von Brussels Airport gezwungen sahen, die dahingehenden Vorschriften - nach eigenen Angaben als Test gedacht - wieder einzuziehen. Die meisten Sicherheitsleute hatten arge Bedenken bei diesen intimen Durchsuchungen. Sie waren dabei wohl ebenso peinlich berührt, wie die durchsuchten Fluggäste.

Mehrere Personalmitglieder hatten gegen diese Aufgaben geklagt. "Sicherheit ist an einem Flughafen ein wichtiger Punkt, doch die Intimsphäre der Reisenden ist dies auch. Das man dies regelmäßig bei jedem Fluggast tun muss, geht zu weit.“ Sagte ein Gewerkschaftsvertreter am Flughafen. Solche intimen Personenkontrollen sind an den meisten europäischen Flughäfen mittlerweile Gang und Gäbe.