Belgien hilft bei der Luftbrücke für Libyen

Unser Land wird sich an der Luftbrücke beteiligen, über die ägyptische Flüchtlinge von der libysch-tunesischen Grenze aus in ihre Heimat gebracht werden. Ein belgischer Airbus (Foto) wird dabei helfen, tausende in Not geratene Flüchtlingen zu repatriieren.

Belgien nimmt auf Anfrage der Europäischen Union schon ab Montag an dieser Luftbrücke teil. Der belgische Airbus ist am frühen Sonntagmorgen von Militärflughafen Melsbroek bei Brüssel aus nach Tunesien geflogen. Dort sollen bei jedem Flug 250 Flüchtlinge ausgeflogen werden.

Die Flüge sollen in erster Linie nach Ägypten gehen. Das Verteidigungs- und das Außenministerium prüfen derzeit mit den Vereinten Nationen, ob diese Flüge auch andere Bestimmungen haben könnten. Tschad, Mali und Bangladesch stehen zur Debatte.

Das gesamte Unternehmen ist eine Initiative der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration IOM.

In der vergangenen Woche hatte die geschäftsführende belgische Bundesregierung bereits 1 Million € für ein Nothilfeprogramm des Roten Kreuzes freigemacht, mit dem Lebensmittel und Decken finanziert werden können.

An der Grenze zwischen Libyen und Tunesien sitzen mehrere tausend Flüchtlinge fest, zumeist Arbeiter, die in Libyen ihr Geld verdienten.

Diese Gastarbeiter waren den bürgerkriegsähnlichen Zuständen in dem Wüstenstaat meist schutzlos ausgeliefert und versuchten das Land zu verlassen.

Viele von ihnen sind Ägypter, doch unter ihnen sitzen auch viele Philippinen und Bangladeschi.

Hilfe aus Flandern

Das Flämische Rote Kreuz hat unterdessen 37 Tonnen Hilfsgüter auf den Weg zu den Flüchtlingen an die libysch-tunesische Grenze gebracht. Das belgische Bundesland Flandern machte für diese Hilfsaktion auch 100.000 € aus dem eigenen Nothilfefonds frei.

Die Hilfsgüter werden an Bord einer von Flandern gecharterten Antonov-Transportmaschine in die Krisenregion geflogen.

Die Ladung umfasst 100 große Zelte für die verschiedensten Verwendungszwecke, 1.500 Schlafmatten, mehr als 9.000 Decken und 3.000 Wasserkanister.

Zwei Mitarbeiter des Flämischen Roten Kreuzes werden die Verteilung dieser Hilfsgüter vor Ort übernehmen.