Suche nach Rohstoffen in der Tiefsee

Das Baggerunternehmen DEME will gemeinsam mit seinem niederländischen Partner IHC, der weltgrößte Hersteller von Baggerschiffen, versuchen, den Meeresboden in der Tiefsee urbar zu machen.

Mit riesigen Baggerschiffen wollen die flämische Rederei und der niederländische Schiffbauer versuchen, in 2 bis 3 Kilometern Tiefe Rohstoffe vom Meeresboden zu heben. Dazu gründeten DEME aus Zwijndrecht in der Provinz Antwerpen und IHC Merwede im niederländischen Sliedrecht mit OceanflORE ein eigenes joint venture. Gesucht werden Minerale und Metalle.

Schon ab einer Tiefe von 1 Kilometer sollen tief unter dem Meeresspiegel interessante Mineralien zu finden sein. Schon innerhalb eines Jahres sollen die ersten Baggerarbeiten In der Tiefsee entsprechende Resultate liefern.

Das joint venture lässt sich dieses Vorhaben „einige Millionen Euro“ Investitionen kosten, wie viel Geld das sein soll, wurde nicht gesagt. Die Idee, am Meeresboden der Tiefsee nach Mineralien oder Metallen zu suchen ist eine Folge der weiter steigenden Nachfrage nach Rohstoffen. Die hohen Preise, die derzeit für Rohstoffe - Mineralien oder Metalle - auf den Weltmärkten gezahlt werden, sollen hohe Investitionen in Pilotprojekte, wie OceanflORE, rentabel gestalten, wie es bei DEME heißt.

DEME will mit Fallrohrschiffen die Gewinnung der geborgenen Stoffe gewährleisten. IHC soll die entsprechende Baggertechnik liefern. In einem ersten Projekt soll versucht werden, vor der Küste Neuseelands nach Phosphat zu graben. Entsprechende Machbarkeitsstudien wurden auch in Asien, Australien, Südamerika und im Nahen Osten in Auftrag gegeben worden sein.

Märkte sind also da, doch was Naturschützer, Ökologen und Meeresbiologen zu diesem Unterfangen sagen werden, bleibt abzuwarten.