Antwerpener Hafen investiert in Geleen

Das Antwerpener Hafenunternehmen und zwei Transportfirmen aus den Niederlanden investieren in den Bau eines Umschlagterminals im Chemiezentrum von Geleen in der niederländischen Provinz Südlimburg, unweit der Grenze zu Belgien und Deutschland.

In Geleen soll das Rail Terminal Chemelot (RTC) entstehen, ein Umschlagplatz, bei dem die Antwerpener Hafenverwaltung als Unternehmen Minderheitsanteileigner auftreten wird. Dazu gründet das Hafenunternehmen gemeinsam mit den Transportunternehmen Ewals Intermodal, ein privates Bahntransportunternehmen und dem Fuhr- und Logistikunternehmen Meulenberg Transport ein joint venture.

Das Chemiezentrum Chemelot in der südlimburgischen Stadt Geleen unweit der Grenze zu Aachen in NRW und zur Provinz Lüttich in Belgien weist auf einer Fläche von rund 800 ha dutzende Unternehmen auf, die sich in die Entwicklung und die Produktion von neuen Industriestoffen spezialisiert haben. In Chemelot wird auch geforscht und Entwickelt und man nennt sich selbstsicher auch das "Materials Valley“ von Westeuropa.

Das noch zu bauende RTC-Terminal soll einen direkten Gleisanschluss an die Bahnlinie von Maastricht nach Sittard erhalten, was schnelle Verbindungen nach Deutschland, in die niederländischen Ballungsräume und nicht zuletzt zum Hafen von Antwerpen ermöglicht. Schon Mitte 2012 sollen am RTC die ersten Container verladen werden.

Der Antwerpener Hafen bemüht sich nicht erst seit gestern um eine bessere Anbindung an das eigene Hinterland, bzw. an potentielle Zielgebiete für die Transporte. So will man im Binnenhafen von Duisburg einsteigen und fordert weiter die Reaktivierung des Eisernen Rheins.

Quelle: Lloyd NV.