Englisch und der Sprachenstreit

Der nächste "Speaker’s Corner" am 29. März im Kolonialpalast in Tervuren wird sich mit der Rolle der englischen Sprache in und um Brüssel beschäftigen. Zwei Vorträge und eine anschließende Debatte zur Rolle des Englischen im belgischen Sprachenstreit dürfen Öl aufs Feuer gießen.

Noch immer wird Belgien von Sprachenstreit gezeichnet und zwar mehr denn je seit den letzten Parlamentswahlen im Juni 2010. Die Politik streitet sich über die Staatsreform und die Regionalisierung des Landes und das Thema Sprachen sorgt vor allem am Brüsseler Rand um eine Verschärfung des Tons.

Hier, in der niederländischsprachigen Provinz Flämisch-Brabant, stehen sich die flämischen "Ureinwohner“ und die notorisch einsprachigen frankophonen "Immigranten“ aus der Hauptstadt säbelrasselnd gegenüber.

Doch nach und nach rückt eine weitere Front in die Nähe: Die stets zahlreicher werdenden englischsprachigen Expats aus den verschiedenen EU-Staaten und aus den weltweiten Interessengruppen, die die Nähe zu Europa suchen.

Sorgt die internationale Gemeinschaft am flämischen Rand um Brüssel für einen neuen Frontabschnitt? Provozierende Antworten und neue brandheiße Fragen werfen die flämische Historikerin Els Witte, Professorin an der Freien Universität Brüssel (VUB), und der Philosoph Philippe Van Parijs, Professor an der Katholischen Universität Louvain-La-Neuve und Gastprofessor in Harvard und an der KUL in Löwen beim nächsten Speaker’s Corner auf.

Der VRT-Fernsehjournalist Michael Van Droogenbroek wird durch die anschließende Debatte führen.

"Speaker’s Corner" kennt keine Sprachengrenze

Die regelmäßigen Debatten des "Speaker’s Corner“ sind eine Veranstaltung der GoE. De Rand. Die Vorträge und die anschließenden Debatten werden in Niederländisch gegeben, aber simultan übersetzt in Französisch, Englisch und Deutsch.

"Speaker’s Corner“, 29. März 2011, Einlass 19h30, Beginn 20 Uhr.
Ort: Kolonialpalast Tervuren, Paleizenlaan, 3080 Tervuren.
Anmeldung per Email: info@derand.be
Mehr Infos unter www.derand.be