HEMA: Demo gegen Kopftuchverbot

Vergangene Woche hatte die Warenhauskette eine 20-jährige zum Islam konvertierte Flamin entlassen, weil sie mit einem Kopftuch zur Arbeit erschienen war. Viele Kunden hätten hierauf negativ reagiert, so die Begründung der Kündigung.

Am Samstagnachmittag demonstrierten in Genk mehrere hundert Menschen hiergegen. Die Initiative zu dieser Kundgebung ging von der muslimischen Stadträtin Houcine Talmssou aus. In Genk lebt eine große muslimische Gemeinschaft. Die Demo startete um 14.00 Uhr am Bahnhof von Genk und passierte auch den HEMA.

Bei der entlassenen Frau handelt es sich um eine 20-jährige Flamin, die sich zum Islam bekehrt hatte. Sie erklärte, sie habe das Kopftuch schon bei ihrem Vorstellungsgespräch bei HEMA getragen. Von ihrem Arbeitgeber habe sie damals sogar ein Kopftuch mit dem HEMA-Logo erhalten.

Inzwischen entschuldigte sich die Warenhauskette bei der jungen Frau. Da das Unternehmen das Tragen des Kopftuchs erst zugelassen habe, sei die junge Frau ungerecht behandelt worden. Sie soll auch weiterhin mit Kopftuch bei HEMA arbeiten dürfen.

Die Frau erklärte aber, sie wünsche nicht wieder für die Warenhauskette zu arbeiten. Als Grund nannte sie die Tatsache, dass sie nur noch im Lager angestellt werden sollte und keinen Kundenkontakt mehr haben konnte. Auch handele es sich nur um einen Teilzeitvertrag, während sie eigentlich auf eine Festanstellung gehofft habe.