Japans Apokalypse: Folgen in Belgien?

Der Impakt, den die Situation in Japan durch das Erdbeben und den Tsunami auch auf die belgische Wirtschaft haben könnte, zeichnet sich bisher noch nicht ab. Vorerst arbeiten die belgischen Filialen von japanischen Konzernen weiter.

Noch leiden die europäischen Filialen von japanischen Konzernen und Firmen nicht unter den Folgen der Apokalypse in Japan. Der Nachschub an Bauteilen erfolgt zumeist auf dem Seeweg und dauert bis zu sechs Wochen.

Aus diesem Grund verzeichnen die belgischen Seehäfen von Antwerpen und Zeebrügge auch noch keine Rückgänge beim Laden und Löschen von Waren aus Japan.

Erst ab dann werden sich möglicherweise Folgen abzeichnen. In den japanischen Werken der großen Autobauer zum Beispiel wurde die Produktion, auch die von Bauteilen, vorläufig fast ganz gestoppt.

Etienne Plas, der Sprecher von Toyota Europa, sagte, dass die Produktion in allen Werken seines Konzerns bis Mittwoch still liegt. Danach wird die Lage bewertet.

Das größte Problem liegt wohl bei der Stromversorgung, eine direkte Folge der Probleme in den japanischen Kernkraftwerken, die etwa 60 % der Elektrizität auf der Insel Japan liefert.

Folgen noch unabsehbar

Bei Sony Belgien wartet man noch ab, was die Folgen für die hiesigen Montage- und Vertriebsstandorte sein könnten. Sprecherin Ann Glorieus gab an, dass ein Sony-Werk in Japan vom Tsunami betroffen ist und nicht arbeiten kann. Das Personal dort habe sich in Sicherheit bringen können, sei aber auf unabsehbare Zeit technisch Arbeitslos.

Auch bei anderen Konzernen, die zum Beispiel im belgischen Bundesland Flandern Filialen und Standorte unterhalten, herrscht Unklarheit. In Japan zeichnet sich mittlerweile ab, was die Zukunft bringen wird. Die Konsequenzen für die hiesigen Niederlassungen zeichnen sich wohl erst in naher Zukunft ab. Canon in Belgien arbeitet weiter, doch beim Kühlanlagenhersteller Daikin in Oostende scheinen die Folgen der Katastrophen bereits spürbar zu werden.