Morde Eupen und Bonn: Täter geständig

Ein 56 Jahre alter Deutscher hat gegenüber der Polizei in Bonn zugegeben, dass er den am 23. Februar am Stausee in Eupen gefundenen Jürgen Hoffmann aus Ahrweiler umgebracht hat. Der in einem anderen Fall bereits Inhaftierte gestand einen weiteren Mord in Bonn.

Am 23. Februar hatte ein Spaziergänger in der Nähe der Talsperre in Eupen in Ostbelgien eine Leiche gefunden. Der Tote erwies sich als der 49jährige Familienvater Jürgen Hoffmann aus Ahrweiler, der mit einer tödlichen Schusswunde aufgefunden wurde.

Am Dienstag gab die Staatsanwaltschaft in der ehemaligen deutschen Bundeshauptstadt Bonn bekannt, dass ein dringend Tatverdächtiger diesen und einen weiteren Mord gestanden habe.

Der Mann, der seit Ende Februar in der Haftanstalt von Bielefeld eine 45monatige Haftstrafe wegen Versicherungsbetrug absitzt, konnte anhand von DNA-Spuren und dem Kaliber der Tatwaffe überführt werden.

Zuerst ermittelten zwei Sonderkommissionen der Polizei (Archivfoto oben) in zwei unterschiedlichen Fällen, doch schnell wurde deutlich, dass es sich bei beiden Morden um ein und denselben Täter handeln musste.

Der geständige Täter, ein 56 Jahre alter Mann aus Bonn, hatte am 2. Februar auch den Verkäufer eines Matratzengeschäfts in Bonn mit einem Kopfschuss ermordet. Am 22. Februar, einen Tag bevor er sich zum Haftantritt in Bielefeld meldete, brachte er auch Jürgen Hoffman, den Leiter einer kirchlichen Einrichtung in Bonn um und legte diesen in Eupen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien im Wald nahe des Stausees ab.

Beide, so der Täter, seien zufällig ausgewählte Opfer gewesen. Er habe lediglich an das Geld der Männer kommen wollen.

Weitere Informationen zu diesem Doppelmord bietet der Beitrag "Talsperren-Mord geklärt, viele Fragen weiter offen" in der deutschsprachigen Tageszeitung Grenz-Echo.