Riesenbetrug im Diamantensektor

Die Antwerpener Staatsanwaltschaft will ein Dutzend Diamantenhändler wegen Betrugs in großem Stil vor Gericht bringen. Die Ermittlungen gehen in Richtung eines Diamanten-Transportunternehmens, das Strecken erfunden hat, um Steuern zu hinterziehen.

355 Unternehmen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht nur den Dienst der Transportfirma, sondern auch die erfundenen Strecken, die im Angebot waren, genutzt haben. Ziel war in erster Linie, Steuern zu hinterziehen. Hierbei handelt es sich um eine Summe von schätzungsweise 800 Millionen Euro.

Die Transportfirma und 36 Diamantenhändler, die mit dieser Firma Geschäfte machten,  müssen schon in Kürze vor Gericht erscheinen. Über 100 weitere Händler sollen vor ein Strafgericht zitiert werden.

Viele andere erhalten einen Brief mit einem Vorschlag zu einer gütlichen Einigung. Falls sie darauf eingehen und der Richter verurteilt die anderen, kann die Staatskasse mit mehreren hundert Millionen Euro an hinterzogenen Steuern und Geldstrafen rechnen.