Belgier aus Japan sind nicht verstrahlt

Nach einer Meldung der staatlichen Agentur für Nuklearsicherheit sind die Belgier, die sich seit den Problemen im Kernkraftwerk von Fukushima in Japan aufhalten, zu keiner Zeit zu hohen radioaktiven Strahlungen ausgesetzt gewesen.

Bei keinen unserer Landsleute, die sich in Japan einer Strahlenkontrolle unterzogen haben, wurde eine überhöhte Dosis Radioaktivität festgestellt.

Dabei hielt sich die Mehrheit der Belgier im japanischen Norden, also recht nahe an Fukushima, auf. Unter den untersuchten Personen befand sich auch unsere Kollegin, die VRT-Radioreporterin Veerle De Vos, die sich mittlerweile auf dem Rückweg in die Heimat befindet.

Für jene Belgier, die Japan noch verlassen wollen, steht ein Airbus der Luftwaffe zur Verfügung, wie der scheidende belgische Außenminister Steven Vanackere (CD&V) angab: "Für die, die die Rückkehr nicht mit kommerziellen Flügen schaffen, das sind recht viele, haben wir beschlossen, einen Airbus zu entsenden, der Freitagnacht vor Ort sein kann. Die Maschine bietet 260 Plätze. Das bedeutet, das wir zweifellos mit zwei Flügen alle Landsleute nach Hause bringen können, die die Insel verlassen wollen.“

Ein Run auf die belgische Maschine konnte nicht registriert werden, denn nach Aussagen des Außenministers wollen sich die meisten vor einer eventuellen Rückkehr nach Belgien gründlich über den Zustand des Landes und über die Risiken des AKW in Fukushima informieren. Panik herrsche nicht bei ihnen, so Vanackere. In Tokio (großes Foto) ist die Ruhe als gespannt zu bezeichnen. Die Menschen verpassen keine Gelegenheit, sich zu informieren.

Airbus in Panne gefallen

Am Freitagmittag meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga, dass der belgische Luftwaffen-Airbus, der Landsleute aus Japan evakuieren soll, in Anchorage/Alaska landen musste. Die Maschine habe Probleme mit dem Bordcomputer, hieß es von Seiten des Verteidigungsministeriums in Brüssel.

Wie lange es dauert, bis die Leasing-Gesellschaft HiFly, der das Flugzeug gehört, den Schaden beheben kann. Dauert dies zu lange, muss HiFly eine andere Maschine bereit stellen.

Normalerweise soll der Airbus ab Samstagmorgen Belgier von Tokio aus nach Seoul, der Hauptstadt Südkoreas bringen, von wo aus sie nach Belgien gebracht werden.