Belgien hilft mit F-16-Kampfflugzeugen

Belgien stellt F-16-Kampfflugzeuge und Minenräumboote für den internationalen Libyen-Einsatz zur Verfügung. Ziel des Einsatzes ist, die Gewalt in Libyen zu stoppen.

Der scheidende Premierminister Yves Leterme hat am Samstag nach Ablauf des Krisengipfels in Paris mitgeteilt, dass Belgiens F-16-Kampfflugzeuge und Minenräumboote ab Montagmorgen für einen Einsatz bereit stünden.

Leterme zufogle zeigte sich in Paris "ein einhelliger Wille der teilnehmenden Staaten, die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates zu erzwingen, notfalls auch mit militärischer Gewalt."

Falls der libysche Machthaber in den kommenden Stunden nicht seine Gewalt stoppe, werde die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen durchgesetzt, fügte Leterme noch hinzu.

Inzwischen haben Kampfflugzeuge einer internationalen Streitmacht begonnen, über Libyen ein Flugverbot durchzusetzen. Die ersten Jets überfliegen auch die umkämpfte Aufständischen-Hochburg Bengasi. Das sagte laut der Presseagentur dpa Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nach dem Gipfel in Paris mit Spitzenpolitikern aus aller Welt. Die Maschinen würden jegliche Angriffe der Truppen von Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi gegen die eigene Bevölkerung unterbinden.

Der UN-Sicherheitsrat hatte das Vorgehen der Staatengemeinschaft mit der Resolution 1973 in der Nacht zum Freitag autorisiert.

Die Kampfflugzeuge, die Belgien zur Verfügung stellt, befinden sich derzeit noch in Griechenland. Beratungen innerhalb der Nato sollen in den kommenden Stunden und Tagen mehr Deutlichkeit über den belgischen Beitrag am Einsatz geben.

Der Premier betonte noch einmal, dass alle Voraussetzungen für einen Beitrag an einem internationalen Einsatz erfüllt seien.