Erste belgische F-16 fliegen Libyen-Einsatz

Vier F-16-Kampfflugzeuge haben ihren ersten Einsatz in Libyen geflogen. Die belgischen F-16-Kampfflugzeuge, die am internationalen Militäreinsatz in Libyen teilnehmen, werden unter anderem helfen, die Flugabwehrgeschütze des libyschen Regimes auszuschalten. Das hat der scheidende Premierminister Yves Leterme im Parlament gesagt.

Der Ministerrat der Regierung hatte sich am Montagmittag getroffen, um die so genannten "rules of engagement" festzulegen, also was genau der belgische Beitrag beim Einsatz ist und welche Aufgaben die belgischen F-16 haben würden.

Die "rules of engagement" bleiben prinzipiell geheim, aber in der Kammer, in der eine Debatte über den belgischen Beitrag am Einsatz in Libyen statt findet, gab der scheidende Premier Yves Leterme zu verstehen, dass die belgischen F-16 unter anderem eingesetzt würden, um Flugabwehrgeschütze des libyschen Regimes auszuschalten, so dass das Flugverbot aufrecht erhalten werden kann.

Vier belgische F-16 haben inzwischen ihren ersten Einsatz über Libyen geflogen. Das hat Verteidigungsminister Pieter De Crem in der Kammer bestätigt. Zuvor waren vier belgische F-16 von Griechenland aus in Richtung Libyen gestartet.

"Um 15.30 Uhr Ortszeit haben wir hier vier belgische F-16 gesehen, die sich 'warmflogen' und um 15.50 Ortszeit (14.50 Uhr belgische Zeit) sind sie in Richtung Libyen aufgebrochen", sagt VRT-Journalist Michaël Van Droogenbroeck, der in Griechenland ist.

150 belgische Soldaten nehmen am Einsatz teil

Verteidigungsminister Pieter De Crem gab in der Kammer weitere Erklärungen über den belgischen Beitrag am Militäreinsatz in Libyen.

*Insgesamt nehmen 150 belgische Soldaten am Einsatz teil.

*105 belgische Soldaten kommen von der Luftwaffe.

*45 Soldaten befinden sich an Bord des belgischen Minensuchboots Narcis, das sich im Rahmen eines NATO-Einsatzes bereits in der Region befand.