Belgier aus Japan zurück, nicht verstrahlt

Am Montag sind rund 30 Belgier aus Japan zurückgekehrt. Niemand der Rückkehrer ist radioaktiv verstrahlt. Die Belgier waren am Abend auf dem Flughafen in Melsbroek gelandet.

Kurz vor sieben Uhr abends landete die Maschine mit den Rückkehrern. Einige kritisierten den Mangel an Solidaritätsaktionen durch unsere Medien, andere fanden die Berichterstattung zu dramatisch.

Wouter Laleman von der amerikanischen Schule in Tokio: "Sie können ein Foto machen von den zwei Regalen, die leer sind oder von den 18 daneben, die gefüllt sind. Also es gab keine Milch, es gab keinen Reis. Einige Tage lang war es schwer, Wasserflaschen zu bekommen, aber das lag einfach am Erdbeben, denn die Menschen benutzen diese Dinge natürlich für Evakuierungspakete. Man ist nicht vor Hunger umgekommen."

In Tokio hat sich das Leben wieder normalisiert und die Japaner helfen selbst in der Gegend, in der das japanische Atomkraftwerk Fukushima steht. Sander Houttekier: "Sie sehen, dass Hilfsaktionen in Gang kommen. In Fukoka kamen hunderte Menschen zusammen und haben Kartons mit Kleidern und Material eingesammelt, um diese in den Norden zu schicken."

Der Konsul begab sich zu den Repatriierten. Er wird in einigen Tage, wieder nach Japan fliegen.

Die Rückkehrer sind nicht radioaktiv verstrahlt. DIe Mehrzahl von ihnen lebte in Tokio.

Sie waren mit einem Flugzeug der spanischen Regierung von Tokio nach Madrid geflogen worden. Dort sind sie in eine belgische Maschine umgestiegen. In Madrid hatten sie sich ersten Strahlentests unterzogen. Diese waren negativ ausgefallen.

Die Rückkehrer haben auch die Möglichkeit, sich im Militärkrankenhaus in Neder-over-Heembeek weiter auf Radioaktivität testen zu lassen. Falls sie es wünschen, werden sie psychologisch begleitet.