Kim Clijster sagt Japanspiele ab

Die radioaktive Wolke, die von Japan Richtung amerikanischer Westküste unterwegs ist, bereitet der flämischen Nummer Eins des internationalen Damentennis große Sorgen. „Ich habe jodreiche Nahrung für meine Tochter Jada eingekauft“

Die Tennisspielerin sagte auch ihre für Ende des Jahres in Peking und Tokio geplanten Spiele ab.

Clijsters (Foto) wohnte bis Ende letzter Woche in Kalifornien, wo sie beim Tennisturnier von Indian Wells wegen einer Schulterverletzung aufgeben musste. „Als ich die Nachricht von der radioaktiven Wolke hörte, wollte ich hier so schnell wie möglich weg“, erklärte sie in verschiedenen Zeitungsinterviews.

Jetzt ist sie in Miami, an der amerikanischen Ostküste. „Ich bin hier gleich zum Bioladen gerannt und habe alles eingekauft, was natürliches Jod beinhaltet. Wegen meiner Tochter Jada war ich echt in Panik.“

„Mein amerikanischer Mann Brian lachte mich aus. Er geht davon aus, dass alles in Ordnung ist, so lange die Behörden keine Warnung ausgeben. Ich denke aber: die lügen. Die wollen Panikreaktionen verhindern und die Evakuierung der Westküste verhindern. Das denke ich echt.“

Kim Clijsters macht sich sehr große Sorgen wegen der der Nuklearkatastrophe in Japan. An den Turnieren in Tokio und Peking, die Ende September und Anfang Oktober stattfinden, will sie deshalb nicht teilnehmen.

„Vergesst es. Ich spiele nicht in Tokio und auch nicht in Peking. Das mach ich auf keinen Fall“, heißt es am Mittwoch in den Zeitungsinterviews. Die Teilnahme am Turnier von Peking ist aber Pflicht für die zehn weltbesten Spielerinnen. Wenn Clijsters ihre Teilnahme definitiv absagt, riskiert sie eine Geldstrafe.