100.000 € Strafe pro Tag für Electrabel

Die Regulierungsbehörde für Strom und Gas (CREG) hat dem belgischen Energiedienstleister Electrabel eine saftige Strafe auferlegt. 100.000 Euro muss das Unternehmen pro Tag zahlen. CREG ist der Auffassung, dass bei dem Unternehmen "offensichtlicher Unwille" bestehe, Informationen zu seinen Gewinnen, die es mit Atomkraftwerken macht, preis zu geben.

CREG hatte Electrabel um Daten zu seinen Gewinnen, die es mit Atomkraftwerken macht, gebeten. Die Deadline, Auskunft zu erteilen, lief am 3. Januar aus. Jetzt muss das Energieunternehmen pro Tag der Versäumnis 100.000 Euro Strafe zahlen. Das ist die gesetzliche Höchststrafe.

Der Zähler läuft ab der versäumten Deadline, dem 3. Januar. Der Betrag ist inzwischen also auf knapp 10 Millionen Euro angestiegen.

Zwischen CREG und Electrabel sind schon eine ganze Weile Diskussionen über die Gewinne mit Atomkraft im Gange. CREG zufolge sei der Beitrag, den Electrabel für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke bezahle, viel zu niedrig und würden die Gewinne aus Atomkraft bis zu 2,3 Milliarden Euro betragen. Electrabel verneint das. Dem Unternehmen zufolge stimmten die Zahlen und die Rechenmethode von CREG nicht.

Electrabel geht in Berufung.