Libyen: Belgische F-16 greifen ein

Am späten Sonntagnachmittag haben belgische Kampfjets vom Typ F-16 zum ersten Mal in die Kämpfe in Libyen eingegriffen. Nach Angaben des Verteidigungs-Ministeriums haben sie zwei Ziele bombardiert - eines in der Luft und eines am Boden.

Das belgische Verteidigungsministerium in Brüssel kann und darf derzeit keine Details zu diesen Angriffen veröffentlichen. Sicher ist bisher nur, dass die beiden Angriffe erfolgreich verlaufen sind, dass keine zivilen Opfer zu beklagen sind und dass die F-16-Kampfbomber danach sicher wieder ihren Stützpunkt in Griechenland erreicht haben.

Damit hat die belgische Luftwaffe zum ersten Mal in die Kämpfe in Libyen eingegriffen. Belgien beteiligt sich mit insgesamt 6 F-16-Kampfjets an der Operation "Freedom Falcon“. Die Maschinen sind auf der Basis von Araxos in Griechenland stationiert. 10 weitere belgische Maschinen des gleichen Typs verweilen dort im Zusammenhang mit einem internationalen Manöver.

Zudem setzt die belgische Marine das Minensuchboot "Narcis“ im Mittelmeer ein. Das Kriegsschiff gehört zu einem Verband, der das internationale Waffenembargo gegen Libyen kontrollieren soll.

Nach Angaben von Ingrid Baeck, der Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Brüssel, blieben die Einsätze der belgischen Flugzeuge strikt im Bereich des Nato-Mandats, dass heißt, es dürfen lediglich Einsätze gegen die libysche Luftwaffe oder gegen libysche Bodentruppen geflogen werden, wenn eine akute Bedrohung für die dortige Bevölkerung durch die Armee Gaddafis besteht.