Rumänische Mädchen zurück zu Hause

Drei kleine Mädchen aus Rumänien, die in Ostflandern bei Gastfamilien wohnten, sind in ihr Heimatland zurückgekehrt. Sie waren nach Belgien gekommen, nach dem sie von ihrem Vater und von anderen Männern sexuell missbraucht worden waren, doch jetzt will ihre Mutter sie wieder bei sich haben.

Die Kinder sollten eigentlich schon am Montag im Laufe des Tages nach Rumänien ausgeflogen werden, doch aufgrund der Anwesenheit von mehreren flämischen Medien wurde dies abgebrochen - aus Gründen des Schutzes des Privatlebens der Kinder.

Die Tatsache, dass diese sexuell missbrauchten Kinder wieder zurück nach Rumänien mussten, sorgte hierzulande für Aufsehen. Die Mutter der Kinder verlangte nach vielen Monaten, dass ihre Kinder wieder nach Hause kommen sollten. Dagegen wollten sich die Gastfamilien der Kinder widersetzen, doch rechtlich gesehen hatten sie keine Handhabe, wie ein Stadtverordneter der Gemeinde Evergem in Ostflandern, wo die Mädchen wohnten, angab.

Es steht zu befürchten, dass die Kinder erneut Opfer ihres in Rumänien verurteilten Vaters werden, wenn dieser aus der Haft entlassen wird. Doch davon wollte die Mutter nichts wissen. Unterdessen wurden die Kinder am späten Montagabend unter Begleitung doch noch nach Bukarest ausgeflogen, wo sie von einigen flämischen Medienvertretern erwartet wurden, die mit dem eher geplanten Flug in die rumänische Hauptstadt geflogen waren.