Definitiv: Strom wird 6 Euro teurer

Der Preis, den man bezahlen muss, um mit Strom versorgt zu werden, steigt. Die nationale Regulierungsbehörde CREG hat am Donnerstag beschlossen, die so genannten Verteilerkosten ab dem 1. April um rund 10% anzuheben. Für eine Durschnittsfamilie heißt das, dass ihr Strom 6 € im Monat teurer wird.

Auf Jahresbasis macht das 72 Euro.

Mit der Entscheidung die Verteilerkosten zu erhöhen, kommt die belgische Regulierungsbehörde CREG einer Bitte von Eandis, einem der grössten Elektrizitäts- und Gasnetz-Unternehmen in Belgien, nach.

Die Tariferhöhungen seien nötig, damit die Kosten für die Subventionen von Solarzellenplatten weiterhin finanziert werden können, heißt es. Wer Solarzellen auf dem Dach anbringt, bekommt hierfür schon seit einigen Jahren, je nach Produktion von Sonnenenergie, Ökostromzertifikate.

Die Solarzellenplatten sind viel beliebter als man erwartet hatte und deshalb wurde beschlossen, die Subventionen langsam abzubauen.

Stiftung Warentest: "Subventionen aussetzen"

Die Verbraucherorganisation Test-Aankoop (Stiftung Warentest) will, dass die Subventionsregeln neu überdacht werden, weil diejenigen, die sich keine Solarzellenplatten leisten könnten, die Subventionen mitbezahlen müssten.

"Wir plädieren für ein Aussetzen der Subventionen", so Ivo Mechels von der Stiftung Warentest. "Es kann doch nicht angehen, dass Menschen, die nicht genug Geld oder Hausoberfläche haben, um Solarzellen auf das Dach legen zu lassen, die Zeche bezahlen müssen."

CREG

Die Regulierungsbehörde für Gas und Strom (CREG) ist eine unabhängige belgische Einrichtung, die den Strom- und Gasmarkt in unserem Land kontrolliert. In der Behörde sitzen Vertreter der Föderal- und Regionalregierungen, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, der Energieproduzenten und der Verteiler.