Schüler müssen in kaputtem Zug schlafen

Rund 500 Schüler in Belgien haben die Nacht zum Donnerstag in einem kaputten Zug zugebracht. Die Schüler waren auf dem Weg zu einer Schulfahrt in die Schweiz. In Zaventem hat der Zug jedoch eine Oberleitung beschädigt. Das Weiterfahren wurde unmöglich.

Die Bahn hat die ganze Nacht versucht, den Schaden zu beheben, um die Strecke Brüssel-Löwen wieder frei geben zu können.

Die Kinder und Jugendlichen des stehen gebliebenen Zuges kamen aus flämischen Schulen von Merelbeke, Liedekerke und Oudergem. In Lüttich standen weitere 500 wallonische Schüler und warteten auf den Zug. Das Rote Kreuz und der Zivilschutz haben ihre Hilfe angeboten.

Nach mehreren Stunden wurde der defekte Zug nach Löwen geschleppt. Dort konnte er nach einer eingehenden Kontrolle gegen fünf Uhr am Donnerstagmorgen die Fahrt wieder aufnehmen.

Die Schüler haben die Nacht im Schlafwagen verbracht. Verletzt wurde niemand, aber der Bahnverkehr zwischen Löwen und Brüssel wurde stark beeinträchtigt. Sechs Züge hatten still gestanden und konnten nicht weiterfahren. Auch beim Verkehr zum Flughafen war es vorübergehend zu Behinderungen gekommen.