Laurent ließ sich Reise von Kabila bezahlen

Der kongolesische Präsident Joseph Kabila hat die Hotelkosten von Prinz Laurent während seiner umstrittenen Reise in den Kongo bezahlt. Das schreiben die Zeitungen De Morgen und La Libre Belgique und wurde unserer Redaktion von einer zuverlässigen Quelle bestätigt.

Vor zwei Tagen ist bekannt geworden, dass Prinz Laurent letzten Monat in den Kongo reiste. Es handelte sich um eine Reise in Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung, die der Prinz im Rahmen seines Vereins ohne Erwerbszweck gemacht hat. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Laurent während seiner Reise auch Präsident Kabila getroffen hat.

Offenbar war das aber noch nicht alles. De Morgen und La Libre Belgique veröffentlichen am heutigen Freitag Artikel über seine Reise und daraus geht hervor, dass Präsident Kabila sogar die Hotelkosten des Pinzen und dessen Begleiter bezahlt habe.

Prinz Laurent ist damit offenbar einen entscheidenden Schritt zu weit gegangen.

Am Donnerstag während der Fragestunde im Parlament suggerierte der scheidende Premier Yves Leterme (CD&V) bereits, dass Prinz Laurent bei seiner Reise in den Kongo einige Privilegien genossen habe: "Privilegien und Gefälligkeiten, die mit seinem Status zu tun haben", hieß es.

Auch soll Prinz Laurent Unterstützung des umstrittenen belgischen Geschäftsmannes Georges Forest bekommen haben. Forest hat in großem Umfang in die kongolesische Minenindustrie investiert. Prinz Laurent hat im Rahmen seiner Reise Flüge an Bord des Privatjets von Georges Forrest unternommen. Der Prinz besuchte Unternehmen von Forest in Katanga und sogar den Tierpark von Lubumbashi, der wiederum von Forest renoviert wurde.

Auch gibt es Hinweise darauf, dass Forest Prinz Laurent sein Flugzeug für einen Ausflug nach Angola zur Verfügung stellte. Dort soll Laurent Kontakte mit Erdölgesellschaften gehabt haben, um über Umweltaspekte zu diskutieren.