Keine Verhandlungen mit neun Parteien

Die nationaldemokratische N-VA sieht keinen Sinn darin, mit neun Parteien an einem Tisch über die Staatsreform zu verhandeln. Damit scheinen die Vorschläge von PS und CDH abgeschmettert.

Für Bart De Wever (Foto oben), den Vorsitzenden der N-VA, sind derartige Verhandlungen reiner Zeitverlust. Er bleibt bei seinem Vorhaben, zuerst mit PS-Chef Elio Di Rupo ein Basisabkommen abschließen zu wollen.

Daneben spricht er auch weiter mit Wouter Beke (CD&V), dem königlichen Vermittler: "Beke beschäftigt sich mit diesem Basisabkommen.“

Am vergangenen Wochenende sagte die Vorsitzende der frankophonen Zentrumspartei CDH, Joëlle Milquet (Foto), dass die Zugeständnisse der frankophonen Parteien so weit gehen, wie nie zuvor, doch diese hätten ein Mindesthaltbarkeitsdatum: "Wenn bis zum Sommer keine Einigkeit besteht, dann stehen diese Zugeständnisse nicht mehr.“

Auch Flanderns Landeschef Kris Peeters (CD&V - Foto) sorgte am Wochenende für Gesprächsstoff.

Der christdemokratische Ministerpräsident gab in einem Gespräch mit der frankophonen Tageszeitung La Libre Belgique zu erkennen, dass seiner Ansicht nach, die Region Brüssel-Hauptstadt kein vollwertiges Bundesland werden könne.

Flandern müsse ein Mitspracherecht über die Belange von Brüssel behalten. Damit zog er sich den Zorn vieler Brüsseler und auch wallonischer Regionalpolitiker zu.