Auffallend mehr Asylanfragen im März

Im vergangenen Monat ist die Zahl der Asylsucher in Belgien um 18 % gestiegen. Auffallend dabei ist die große Zahl von minderjährigen Asylsuchern, die alleine in unserem Land ankommen. Eigentlich geht die Zahl der Ersuchen am Jahresanfang eher zurück.

Im vergangenen Monat März registrierten die Ausländerbehörden in Belgien wesentlich mehr Asylanfragen als üblich. Im Vergleich zum Februar stieg die Zahl der Anfragen um 18 %.

Dies ist auffallend, denn üblicherweise geht die Zahl der Asylanträge am Anfang eines jeden Jahres eher zurück.

Dirk Van den Bulck, der General-Kommissar für Flüchtlinge in Belgien, zeigt sich überrascht: "Das ist neu, denn es ist eigentlich ein konjunktureller Fakt, dass die Zahl der Anfragen am Anfang oder in der ersten Jahreshälfte eher sinkt. Bisher war das so in Belgien und auch in anderen Ländern.

Es ist demnach eine auffällige Erscheinung, dass die Zahl gerade jetzt steigt. Ob sich das zu einem Trend entwickelt, ist noch die Frage. Wir warten noch ab, doch das muss genau beobachtet werden.“
 

Viele junge Asylsucher

Besonders ins Auge fällt die Tatsache, dass die Zahl der minderjährigen Asylsucher in Belgien steigt. Im März wurden viermal so viele Anträge von Jugendlichen gestellt, als im gleichen Monat im letzten Jahr. Hierbei handelt es sich vor allem um Kinder und Jugendliche aus Guinea in Westafrika und aus Afghanistan.

Allerdings kommen aus diesen beiden Ländern derzeit auch viele Erwachsene Flüchtlinge. Es könnte eine einfache Erklärung für das vorliegende Phänomen sein, dass die jungen Flüchtlinge im Kielsog der Erwachsenen hier auftauchen.