Kanal soll Frankreich mit Benelux verbinden

Frankreich gibt grünes Licht für den Kanal "Seine-Nord Europe", der die Seine mit den Binnenschifffahrts-Wegen in den Benelux-Ländern verbinden soll. Der Bau des 106 km langen Kanals soll 2017 abgeschlossen werden.

Nach jahrelanger Suche nach einer entsprechenden Finanzierung hat die französische Regierung grünes Licht für den Bau eines Kanals zwischen der Seine und den Wasserläufen in den Benelux-Staaten gegeben.

Die Seine wird dadurch über den Kanal Du Nord mit der Schelde verbunden. Dadurch werden sieben europäische Häfen auf dem Binnenweg mit einander verbunden.

Das Projekt "Seine-Nord Europe“ soll etwa 4,5 Milliarden € kosten und bis 2017 abgeschlossen sein. Derzeit bieten noch zwei Unternehmen, um den Bauauftrag erhalten zu können. Dabei handelt es sich um Bouygues und um Vinci.

Am Dienstag gab Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Nesle am Kanal du Nord eine Pressekonferenz, bei der er angab, dass Bau und Betrieb des neuen Wasserwegs 4.000 direkte und 28.000 indirekte neue Arbeitsplätze mit sich bringen würde.

Zudem sorge er für weniger Schadstoffausstoß, weil viele Transporte von der Straße dadurch auf Binnenschiffe verlagert werden könnten, schrieb die französische Tageszeitung Le Parisien.

Bessere Hafenanbindung

Das Projekt "Seine-Nord Europe“ sorgt verkehrtechnisch für eine neue Herangehensweise. Mit dem Bau dieses neuen künstlichen Wasserwegs sollen auf Dauer sieben europäische Häfen besser aneinander angebunden werden: Le Havre, Rouen und Dünkirchen in Frankreich, Zeebrügge, Gent und Antwerpen in Belgien und Rotterdam in den Niederlanden.