Tote Dealer: Randale in Charleroi

In der Umgebung von Charleroi in der Provinz Hennegau randalieren seit Tagen Jugendliche gegen die Polizei. Der Grund: Zwei unter Kokaineinfluss stehende Dealer kamen nach ihrer Verhaftung ums Leben.

Am Wochenende war ein mit einem Messer bewaffneter junger Drogendealer nach seiner Verhaftung in Polizeigewahrsam gestorben. Eine Autopsie ergab, dass er an einem Herzanfall gestorben war.

Doch die Jugendlichen in der Ortschaft Gilly glauben das nicht und werfen der Polizei Mord vor. Seit dem kommt es in Charleroi und im Umland der Stadt zu Gewaltanwendungen.

Unter anderem wurden Molotowcocktails geworfen und mehrere Autos angezündet. Die Polizei nahm mehrere Krawallmacher fest.

Ein in der Nacht zum Mittwoch ebenfalls unter Drogen stehender Dealer, der auch mit einem Messer herumfuchtelte, ist am Mittwochmorgen ebenfalls in einem Polizeikommissariat zusammengebrochen. Er starb wenig später in einem Krankenhaus. Seit dem ist die Situation in der Region wieder äußerst gespannt.

Inzwischen vermutet die Polizei in Charleroi, dass dort in der Drogenszene derzeit eine besonders gefährliche Kokainmischung im Umlauf sein könnte. Noch ist allerdings unklar, ob dieses Kokain den Tod der beiden Männer verursacht haben könnte.