Johan Vansummeren gewinnt Paris-Roubaix

Weder Fabian Cancellara noch Tom Boonen haben Paris-Roubaix gewonnen, sondern Johan Vansummeren (Garmin-Cervélo). Der Superknecht von Thor Hushovd finishte als Solist auf der Radrennbahn. Fabian Cancellara wurde mit 19 Sekunden Rückstand Zweiter, Tom Boonen gab bei mehr als 50 Kilometern vor dem Ziel auf.

Die 109. Ausgabe von Paris-Roubaix schien für Quick-Step wie verhext zu sein. Für den dreimaligen Sieger Tom Boonen begann das Pech bereits im Wald von Wallers. Dort hat er sicher eine Minute wegen eines platten Reifens verloren.

Danach fiel Boonen. Er versuchte noch kurz weiter zu fahren, gab dann aber auf.

Auch Boonens Teamkamerad Chavanel fiel ganz schön hart. Trotzdem konnte er wie Leukemans weiterfahren, der wiederum drei Stürze hinlegte.

Stürze waren übrigens der rote Faden, der sich durch dieses Paris-Roubaix-Rennen zog, denn auch andere Fahrer hatte Probleme. Favoriten wie Fabian Cancellara, Thor Hushovd und Juan Antonio Flecha blieben zwar von diesem Pech verschont, konnten davon aber auch nicht profitieren.

Obwohl die Verfolger die Spitze stets vor sich hatten, denn sie lagen nie weiter als eine Minute zurück, konnten sie die Kluft nicht schließen.

Glücklicher Sieger macht Freundin Heiratsantrag

Johan Vansummeren ist nach seinem Sieg überglücklich. Er machte glatt seiner Freundin Jasmine Vangrieken auf der Radrennbahn von Roubaix einen Heiratsantrag.

Und sie nahm ihren Helden nach dem Rennen fest in die Arme: "Ich kann kaum glauben, dass er gewonnen hat."

"Ich habe mir das immer für ihn gewünscht. Das Rennen war so spannend. Ich habe es erst geglaubt, als er am Ende der Radstrecke ankam", sagte sie unserem VRT-Sender Sporza.

"Ob sich unser Leben verändern wird? Ich hoffe, dass jetzt etwas Schönes für ihn kommt. Mehr nicht." Oder doch? Vansummeren machte Vangrieken direkt nach seinem Sieg einen Heiratsantrag. "Ja, er will mich", lachte Vangrieken.

Vansummeren: "Ein Traum"

"Das ist ein Traumtag. Wer hätte das gewagt, zu hoffen", sagte Johan Vansummeren. "Dass solche großen Radrennfahrer mir gratulieren, will schon was heißen."

"Ich hatte sehr gute Beine. Ich konnte allen davon fahren. Das merkte ich einfach. Nach meinem Angriff habe ich mich kaum noch umgeschaut. Tjallingii kam mir nicht in die Quere und dabei blieb es."

Danach war es noch echt schwer für mich. Und dann musste ich die letzten 5 Kilometer auch noch mit einem Platten fahren."