Polizistenmord: Schuldig in allen Punkten

Im Prozess nach dem Mord an einer jungen Polizistin sind die mutmaßlichen Täter von den Geschworenen in fast allen Punkten schuldig gesprochen worden. Das Verbrechertrio stand wegen Mord, versuchtem Totschlag und bewaffnetem Raub vor Gericht.

Am Montag gaben die Geschworenen in diesem Verfahren ihr Urteil bekannt. Nach tagelangen Beratungen sprachen die sie mutmaßlichen Mörder der Polizistin Kitty Van Nieuwenhuizen in so gut wie allen Punkten schuldig.

Kitty Van Nieuwenhuizen kam bei einem Einsatz gegen Homejacker im Dezember 2007 in Lot in der Provinz Flämisch-Brabant ums Leben.

Als sie und ihr Kollege den Ort des Geschehens erreichten, wurden sie sofort unter Beschuss genommen. Die 23 Jahre alte Polizistin kam dabei ums Leben, ihr Kollege überlebte schwerverletzt.

Die Jury der Geschworenen sah die Schuld der drei aus Charleroi stammenden Schwerverbrecher, die für die Justiz keine Unbekannten waren, faktisch in fast allen Anklagepunkten als erwiesen an.

Die Masse an überführenden Indizien war wohl erdrückend. Am Tatort und in einem für den Überfall gestohlenen Wagen wurde die DNA der Verdächtigen gefunden, als belastend wies sich der Telefonverkehr über Handy aus und die mutmaßlichen Täter flohen gemeinsam nach der Tat ins Ausland.

Die Angehörigen der Opfer, deren Anwälte und der Staatsanwalt zeigten sich nach der Verkündung des Schuldspruchs durch die Geschworenen erleichtert. Jetzt beginnen die Plädoyers von Anklage und Verteidigung zum Strafmaß.