30 Jahre Haft für Polizistinnenmörder

Die drei Angeklagten im Fall des Mordes an einer jungen Polizistin sind zu jeweils 30 Jahren Haft verurteilt worden. Damit blieben die Richter unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Höchststrafe.

Die Mörder der jungen Polizistin Kitty Van Nieuwenhuizen haben für ihre schwerwiegende Tag 30 Jahre Haft erhalten. Nach dem sie von einem Schwurgericht auf ganzer Linie schuldig gesprochen worden waren, verurteilte sie das Gericht von Brüssel zu dieser Haftstrafe.

Damit blieben die Richter deutlich unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Höchststrafe von Lebenslänglich.

Das bedeutet, dass die drei der Justiz bereits ausreichend bekannten Schwerverbrecher schon nach 10 Jahren einen ersten Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellen können.

Die Eltern der 2007 im Einsatz ermordeten Polizistin reagierten enttäuscht über dieses Urteil, das nicht auf Lebenslänglich lautete. Der Anwalt eines der drei Verurteilten kündigte an, dass sein Mandant gegen das Urteil in Berufung gehen werde.

Der Polizist, auf den die Verurteilten ebenfalls geschossen hatten und der die Tat schwer verletzt überlebte, und auch die Opfer des Homejackings, zu dem die beiden Beamten gerufen wurden, zeigten sich hingegen mit dem Urteil der Brüsseler Richter zufrieden.

Keine Reue gezeigt

Das aus Sicht der Brüsseler Richter hohe Strafmaß für die drei Raub- und Polizistenmörder ist unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Angeklagten zu keiner Zeit im Laufe des Verfahrens auch nur ein Zeichen von Reue gezeigt hatte. Ganz im Gegenteil. Regungslos hatten sie die Prozesstage über sich ergehen lassen.

Ihre Anwälte gaben im Plädoyer zur Verteidigung gegenüber den Geschworenen und den Richtern an, die Strafe nicht zu hoch anzusetzen, da ihre Mandanten, die zur Zeit der Tat übrigens auf Bewährung draußen waren, Familie und jeweils eine Freundin hätten und da die Haftbedingungen in Belgien sehr schlecht seien.