Binnenschifffahrt wieder im Aufwind

Der Gütertransport auf den flämischen Wasserwegen hat es geschafft, aus dem tiefen Tal nach der Wirtschafts- und Finanzkrise herauszukommen. Die Zahl der beförderten Tonnen stieg im vergangenen Jahr endlich wieder.

Der Güterverkehr über die Flüsse und Kanäle im belgischen Bundesland Flandern ist nach zwei Jahren Krise wieder im Aufwind. Die Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 brachte den Binnenschiffern eine schwere Flaute, aus der sie es jetzt wieder herausgeschafft haben.

Nach Angaben des Dachverband der Binnenschaffahrt in Flandern "vzw. Promotie Binnenvaart Vlaanderen“ hat der deutliche Anstieg der Aktivitäten in den Seehäfen für den Aufwind gesorgt.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der auf den Binnenwasserwegen beförderten Tonnen Waren und Güter um 12 % auf 68,6 Millionen Tonnen.

In den Terminals mit Anschluss an die Binnenschifffahrt wurden letztes Jahr zudem fast 500.000 Container (TEU) umgeschlagen, was einen Anstieg von 11,5 % bedeutete. Seit April 2010 ist die Kehrtwende fühlbar, denn seit dem steigen hier die Transportzahlen wieder.

Allerdings sind die Rekordzahlen des Jahres 2007 noch lange nicht erreicht. Noch immer sorgen strukturelle Elemente im Bereich der Binnenschifffahrt für Probleme: Ein Ungleichgewicht am Markt, eine Überkapazität an Laderaum und Schiffen und letztendlich auch die stets zunehmende Globalisierung von Produktion und Warenströmen in der Welt.