Dotation in Gefahr: Laurent einsichtig

Prinz Laurent hat offenbar akzeptiert, dass er bei weiteren Eskapaden seine Apanage verlieren kann. Dies gab Belgiens scheidender Premierminister Yves Leterme (CD&V) im Kammerausschuss Inlandsangelegenheiten bekannt.

Nach seinen jüngsten Eskapaden, die zu diplomatischen Problemen mit der Demokratischen Republik Kongo und dem Bürgerkriegsland Libyen geführt hatten, hat Prinz Laurent offenbar verstanden, dass er sich in Zukunft zurückhalten muss.

In einem Schreiben an Premier Leterme gab er an, dass er sich in Zukunft zurückhalten wolle, um keine weitere Polemik zu provozieren. Er wolle niemanden persönlich verletzen und keine Handlungen mehr vornehmen, die bestimmte Einrichtungen schaden könnten.

Am vergangenen Freitag hatte Premierminister Leterme mit Prinz Laurent, dem jüngsten Sohn von König Albert II., ein ernstes Gespräch. Dabei wurden verbindliche Vereinbarungen getroffen. So muss der Prinz in Zukunft alle Auslandsreisen auf eigene Initiative mit dem belgischen Außenministerium absprechen, um so diplomatische Verwicklungen, wie jene im Kongo oder jene mit libyschen Diplomaten in Brüssel, im Vorfeld zu vermeiden. Zudem darf er sich nicht mehr an kommerziellen Projekten im Ausland beteiligen.

Bei negativem Gutachten von Seiten des Außenamts, darf Laurent seine geplante Reise nicht antreten. Verstößt Prinz Laurent in Zukunft gegen diese Vereinbarungen, dann läuft er Gefahr, seine staatlichen Dotationen zu verlieren.

Dies hatten ihm Politiker aus fast allen Parteien in Belgien nach seiner mit niemandem abgesprochenen Reise in die ehemalige Kolonie Kongo (wo gerade Wahlkampf herrscht) und nach seinen Gesprächen mit Gaddafi-Gegnern in der libyschen Botschaft in Brüssel (bei denen er Investitionen für gefloppte Projekte zurück forderte) angedroht.