OECD: Sind die Belgier "Faulpelze"?

Der Belgier arbeitet täglich die geringste Anzahl Stunden in den gesamten OECD-Ländern. Nach einer Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung spannen die Belgier durchschnittlich häufiger aus, als die anderen Landsleute.

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersuchte das durchschnittliche Arbeits- und Freizeitverhältnis in ihren Mitgliedsstaaten. Dabei kam heraus, dass die Belgier am wenigsten arbeiten, überdurchschnittlich häufig entspannen, aber nur relativ wenig Zeit mir ihren Kindern verbringen.

Der Belgier arbeitet am Tag 227 Minuten bezahlt und 200 Minuten unbezahlt. Im zweiten Bereich geht es dabei um Angelegenheiten, wie Haushalt oder Einkaufen. Zusammengerechnet ist der Belgier damit durchschnittlich 7 Stunden am Tag beschäftigt. Das macht ihn in den Augen der OECD zu einem wahren Faulpelzen, denn in den anderen Mitgliedsstaaten der Organisation sind die Landsleute 8 Stunden aktiv in Haushalt und Job.

Im Vergleich zu den Mexikanern zum Beispiel müsste es den Belgiern die Schamesröte ins Gesicht besorgen, denn die arbeiten mehr als 10 Stunden am Tag - 342 Minuten entlohnt und 253 Minuten zu Hause.

Nach Feierabend haben die Belgier rund 5,4 Stunden Zeit zur freien Verfügung und belegen damit den fünften Rang. Die Mexikaner hingegen gönnen sich nur 3,7 Stunden am Tag Freizeit.

Auffallend ist auch, dass sich die Belgier im OECD-Durchschnitt nur relativ wenig Zeit für ihre Kinder nehmen. Wo der Durchschnitt bei 4 Stunden liegt, beschäftigen sich unsere Landsleute nur 2,9 Stunden mit ihrem Nachwuchs.

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist ein Kooperationsverband, in dem sich weltweit 24 Länder zusammengeschlossen haben, um gemeinsam soziale und wirtschaftliche Angelegenheiten zu besprechen. Bei den Mitgliedern der OECD handelt es sich in erster Linie um eher wohlhabende Staaten.