Gent: Kampf gegen falsche Wohnsitze

In Gent sind bei Kontrollen in 20 Häusern über 70 gefälschte Wohnsitze festgestellt worden. Es handelt sich dabei um Menschen, die nicht in der Stadt wohnen, dort aber vorgeben zu wohnen und folglich Anspruch auf verschiedene Formen der Sozialhilfe erheben.

Gent ist bei einigen Ländern als die Stadt bekannt, in der man leicht finanzielle Hilfe bekommt. Die Stadtverwaltung will dagegen nun etwas unternehmen.

Insgesamt wird die Polizei 200 Häuser kontrollieren, in denen mehr als zehn Menschen registriert sind.

"In den ersten 21 Gebäuden, die kontrolliert wurden, sind bereits 73 Menschen aufgefallen, die unrechtmäßig einen Wohnsitz hier in der Stadt beanspruchen. Es handelt sich um Einzelpersonen, die in bestimmten Gebäuden gegen Bezahlung von Schwarzgeld an andere ihren Wohnsitz haben dürfen. Dagegen wollen wir vorgehen. Ich habe von Gebäuden erfahren, in denen über 30 Leute registriert waren. Ich habe den Behörden gesagt, dass das nicht sein kann. Wir führen deshalb nun die Kontrollen durch, die wie wir sehen, Sinn machen", so der Genter Bürgermeister Daniël Termont (SP.A).