Brüssel: Demonstration gegen Kernkraft

Rund 1.500 Atomkraftgegner haben am Sonntag in Brüssel gegen die Kernenergie demonstriert. Ihrer Ansicht nach haben Fukushima vor einigen Wichen und Tschernobyl vor 25 Jahren die zerstörerische Kraft dieser Energiequelle ausreichend bewiesen.

"Fukushima basta! Fukushima basta!“ schallte es am Sonntag durch die sonnigen Straßen der belgischen Hauptstadt. Dort demonstrierten rund 1.500 Menschen aus dem ganzen Land gegen die Atomkraft.

Die Katastrophe in der Kernzentrale im japanischen Fukushima im Zuge eines Erdbebens mit Tsunami hat den Atomkraftgegnern neues Leben eingehaucht. Die Demonstranten forderten von der Politik, Lektionen aus der jüngsten Katastrophe zu ziehen.

Die Entschluss, aus der Kernkraft auszusteigen, dürfe auf keinen Fall zurückgenommen werden. Ganz im Gegenteil: Man solle sogar schneller abschalten, als bisher geplant. Viele verschiedene Parteien oder Bewegungen nahmen an der Demonstration teil.

Darunter auch die beiden grünen Parteien Belgiens, Groen! aus Flandern und Ecolo aus dem frankophonen und dem deutschsprachigen Einzugsbereich des Landes. Doch auch linke Gruppen, Umweltverbände und andere Vereinigungen, wie Gewerkschaften oder Verbraucherschützer waren vertreten. Auffallend war dabei, dass das alte "Atomkraft? Nein danke!“-Logo wieder überall zu sehen war.

Die Brüsseler Demonstration fand im Rahmen des internationalen Tages gegen Atomkraft statt, eine Initiative der japanischen Bewegung gegen Kernenergie.