"Sein Tod macht die Welt wieder sicherer"

Für die Europäische Union reagierten Herman van Rompuy (Foto) und José Manuel Barroso in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel auf den Tod von Osama Bin Laden. Ihrer Ansicht nach wird unsere Welt nach seinem Ableben wieder zu einem sichereren Ort.

Herman Van Rompuy, der europäische Ratsvorsitzende, und José Manuel Barroso (kleines Foto), der Präsident der EU-Kommission, reagierten erleichtert auf die Nachricht, nach der El Kaida-Chef Osama Bin Laden von US-Special Forces getötet worden ist.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten sie, dass Bin Laden für barbarische terroristische Angriffe verantwortlich war:

"Sein Tod macht aus der Welt einen sichereren Ort und beweist, dass derartige Verbrechen nicht ungestraft bleiben.“

Van Rompuy und Barroso sprechen von einem wichtigen Sieg gegen den weltweiten Terror:

"Die Europäische Union steht weiter Schulter an Schulter mit den USA, mit unseren internationalen Partnern und mitder moslemischen Welt im Kampf gegen die Geißel des weltweiten Extremismus und baut weiter an einer Welt mit Frieden, Sicherheit und Wohlfahrt für jeden.“

Ex-Außenminister Michel lobt Obamas Vorgehensweise

Louis Michel von der frankophonen liberalen Reformpartei MR war während der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush und zur Zeit der Anschläge vom 11. September Außenminister unseres Landes. Seiner Ansicht nach bietet die gemäßigte Haltung des heutigen amerikanischen Präsidenten Barack Obama mehr Chancen, den internationalen Terror bekämpfen zu können. Der Ehemalige Außenminister zeigte sich erfreut darüber, dass der Gerechtigkeit genüge getan ist.

Michel sagte nach Bekanntwerden der Tötung Osama Bin Ladens am Montagmorgen, dass dessen Tod ein "Sieg im Stile Obamas“ sei: "Barack Obama wacht darüber, dass der Kampf gegen Osama Bin Laden und El Kaida nicht zu einem Kampf gegen den Islam im Allgemeinen wird.“ Die Herangehensweise Obamas ziele vielmehr auf Angriffe gegen die Ursachen ab. Der Tod des El Kaida-Chefs sein ein symbolischer Sieg im Kampf gegen den Terror.

Doch nach Ansicht des ehemaligen Ministers sei die einzige Möglichkeit, den islamistischen Terror zu beenden, den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Nahen Osten zu lösen: "Doch dazu braucht es einen politischen Willen.“

"Schade, dass das Internationale Strafgericht keine Option war"

Belgiens ehemaliger Premierminister Guy Verhofstadt (Foto), der heute Fraktionsführer der Liberalen im Europaparlament ist, zeigte sich mit der Ausschaltung Osama Bin Ladens zufrieden.

Der flämische Liberale (Open VLD) bedauerte jedoch, dass er durch seine Tötung nicht vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag kommen wird. Verhofstadt warnte zudem den Westen. Dieser müsse sich davor hüten, "eine neue Generation zu schaffen, die durch die westliche Haltung frustriert werde.“

Zudem solle die internationale Gemeinschaft die arabische Welt in ihrem Kampf für Freiheit und Demokratie in vollem Maße stützen und sich hinter die Bevölkerung von Syrien, Libyen, Bahrein, Jemen und anderen Ländern stellen, in denen man sich gegen undemokratische Diktaturen auflehne: "2011 muss das Jahr werden, in dem die Hoffnung auf eine Zukunft wieder hergerichtet wird.“