Colruyt bricht mit Lieferanten aus Asien

Die belgische Supermarktkette beendet die Zusammenarbeit mit 27 Lieferanten aus Asien. Nach einer Durchleuchtung der Arbeitsbedingungen von einigen Herstellern von Non-Food-Artikeln war für einige von ihnen Schluss.

Der belgische Discounter Colruyt hatte bei 100 von insgesamt 250 Lieferanten von Spielwaren, Dekoartikeln oder Gartenbauprodukten Audits durchgeführt oder durchführen wollen, um herauszufinden, wie es dort um die sozialen Bedingungen und um die allgemeinen Arbeitsumstände gestellt war.

Richtlinien waren hierbei der Respekt der internationalen Absprachen zur Kinderarbeit, Arbeitszeiten, Löhne und Gehälter, Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheit. 24 dieser Unternehmen verweigerten die Durchleuchtungen der Arbeitsumstände. Mit diesen Lieferanten brach Colruyt alle Verträge.

Bei drei weiteren asiatischen Unternehmen herrschten offenbar nicht zu akzeptierende Arbeitsbedingungen und so wurde die Zusammenarbeit auch mit ihnen beendet. Bei rund der Hälfte der anderen begutachteten Herstellern von Non-Food-Artikeln muss auf sozialer Ebene nachgebessert werden. Diese Firmen werden bald von Colruyt-Kontrolleuren erneut unter die Lupe genommen.