Überangebot: Gemüse so billig wie selten

Die Preise für Salat und für verschiedene andere Gemüsesorten sind derzeit so günstig, wie selten. Salat ist derzeit nur halb so teuer, wie noch vor einigen Wochen und auch das Frühlingsgemüse ist gerade ziemlich billig.

Grund für den Preisverfall ist das derzeitige Überangebot auf den Märkten. Normalerweise kommen im Frühjahr zuerst die Produkte aus dem Süden Europas auf den Markt und etwas später die Produkte aus den nördlichen Ländern, also auch die aus heimischer Produktion.

Das schlechte Wetter in den Anbaugebieten im Süden Europas hat dort zu einer verspäteten Ernte geführt. In den nördlichen Ländern konnte hingegen wegen der derzeitigen trockenen Schönwetterperiode früher geerntet werden als sonst. Das Überangebot durch das Zusammenkommen dieser beiden Umstände hat auch dazu geführt, dass viele Erzeugnisse auf den Feldern oder in den Lagerhallen verfaulten und vernichtet werden mussten.

Die Betreiber von Treibhäusern, die im vergangenen kalten Frostwinter viel Geld für die Beheizung ihrer Pflanzen aufwendeten, werden auf den Versteigerungen höchstens ihren Produktionspreis erzielen. Gewinne erwarten sie nicht. Zudem werden sie Gemüse mit geringem Gewicht oder mit minderer Qualität wohl wegwerfen müssen. Hier sind also nur die Verbraucher die Gewinner.

Die betroffenen Gemüsesorten sind in erster Linie grüne Blattsalate, Broccoli, Tomaten und Gurken.