Antwerpen - Chongqing in 20-25 Tagen

Künftig können Waren vom Antwerpener Hafen aus über eine direkte Zugverbindung in die Stadt Chongqing im Zentrum Chinas transportiert werden. Hierfür arbeiten drei Bahngesellschaften zusammen. In Belgien ist das nicht die NMBS, sondern die Schweizer Unternehmensgruppe Hupac.

Da die Gleise nicht überall gleich breit sind, müssen die Waggons an einigen Stellen umgeladen werden. Trotzdem sei der Transport auf der Schiene ein enormer Zeitgewinn im Vergleich zum Schiffstransport, erklärt der Antwerpener Schöffe für Hafenangelegenheiten.

"Auf der Schiene dauert der Transport nur knapp die Hälfte der Zeit, die mit dem Schiff nötig ist. Mit dem Schiff sind wir gut und gerne 40 Tage unterwegs und dabei spreche ich allein von der maritimen Verbindung, also von Antwerpen an die Ostküste von China. Dort muss die Ware dann noch auf andere Weise - via Binnenschifffahrt, Lkw - ins' Landesinnere von China transportiert werden. Mit dem Zug dauert das nur ungefähr 20 bis 25 Tage."

Vorerst ist die Eisenbahnverbindung von Antwerpen nach China noch ein Versuchsprojekt für einen Teil des Güterverkehrs.

"Der Transport per Bahn ist vor allem für Güter gedacht, bei denen Zeit gespart werden soll", sagt Van Peel. Die Zugverbindung passt zudem in das Konzept des Hafens, nicht nur als maritime, sondern auch als kontinentale Drehscheibe zu fungieren. Chongqing ist der Ort, an dem die Einsenbahnstrecke endet in China. Im administrativen Stadtgebiet Chongqings leben 32 Millionen Menschen.

Die Direktverbindung von Antwerpen nach China ist eigentlich eine Verlängerung der existierenden Bahnverbindung nach Deutschland und weiter in den Osten Europas.