Gynäkologen informieren kaum über Eingriffe

Einer von drei Gynäkologen teilt seinen Patientinnen nicht immer alle Risiken eines Eingriffs mit. Das geht aus einer Umfrage der flämischen Vereinigung für Obstetrik und Gynäkologie hervor und steht in der Zeitung Het Laatste Nieuws.

"35 Prozent der Befragten gestand, wenig oder kaum über die Vor- und Nachteile eines vorgeschlagenen Eingriffs zu informieren", so Johan Van Wiemeersch von der Vereinigung für Obstetrik und Gynäkologie. Ihm zufolge geschieht das nicht böswillig, "ist aber vor allem auf Zeitmangel, Schlamperei oder einfach Vergesslichkeit zurückzuführen".

Um Schadensersatzforderungen und Anzeigen zu vermeiden, wollen die Frauenärzte nun ein neues Informationsblättchen erstellen, in dem alle Vor- und Nachteile eines medizinischen Eingriffs stehen.