Sechs Monate Haft für Logan Bailly gefordert

Der bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag stehende belgische Torhüter Logan Bailly und sein Bruder stehen in Lüttich wegen einer schweren Schlägerei im Mai 2008 vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert hohe Haftstrafen.

Die Staatsanwaltschaft Lüttich fordert für Logan Bailly seche Monate Haft und für dessen Bruder sogar zwei Jahre Gefängnis. Die beiden Brüder waren am 7. Mai 2008 bei der Aufstiegsfeier von Standard Lüttich im Café "Maison du Peket“ im Zentrum der Ardennenmetropole mit Anhängern des Vereins in Streit geraten.

Logan Bailly war seiner Zeit noch Keeper beim RC Genk in Limburg, lebte aber noch in der Gegend von Lüttich. Der Streit eskalierte und Bailly verletzte seinen Kontrahenten, der danach zur Polizei ging und sofort Anzeige erstattete. Das Opfer seines Bruders, ein Begleiter des ersten Opfers, trug nach einem Kopfstoß vor dem Polizeikommissariat von Lüttich in der Nähe der Place Saint-Lambert sogar bleibende gesundheitliche Schäden davon.

Neben den Haftstrafen verlangt die Anklage auch die Zahlung von Schmerzensgelder an die Opfer. Die Verteidiger der Bailly-Brüder hingegen plädieren beim Borussia-Keeper eine Aussetzung der Strafe und für dessen Bruder die Umwandlung einer Haftstrafe in eine Arbeitsstrafe. Urteilsverkündung am 6. Juni.