Regierungsbildner: Wer ist Elio Di Rupo?

Elio Di Rupo ist der Sohn eines aus Italien stammenden Bergarbeiters, der in den Zechen im Hennegau beschäftigt war. Di Rupo kam 1951 in Morlanwelz in der Provinz Hennegauzur Welt und trat schon in jungen Jahren der Sozialistischen Partei PS bei.

Seine politische Laufbahn begann der frankophone Sozialist 1982 im Kommunalrat der Stadt Mons/Hennegau. Bevor er 1991 in den Senat, die Zweite Kammer des belgischen Bundesparlaments, gewählt wurde, war er auch Abgeordneter des Bezirks Mons-Borinage.

Ab etwa 1992 geht die Laufbahn des Bergarbeitersohns und permanenten Fliegenträgers in seiner Partei PS steil bergan. Er ist zeitweise Bildungsminister in der Französischen Gemeinschaft Belgiens, Vize-Premier und Minister für Kommunikation, Wirtschaft und Staatsbetriebe in der Bundesregierung.

1999 wird Elio Di Rupo Vorsitzender der PS und bis 2000 Ministerpräsident der Wallonischen Region. Seit 2001 ist er zudem Bürgermeister der Stadt Mons, in der der bekennende Homosexuelle mit seinem Lebensgefährten lebt.

Im Juli 2010 ernannte König Albert II. Elio Di Rupo zum so genannten „Prä-Formator“ im Zuge der Regierungsbildung nach den belgischen Föderalwahlen vom 13. Juni 2010.

Doch im September des gleichen Jahres gab er seinen Auftrag zurück. Bei den letzten Föderalwahlen in Belgien wurden die Sozialisten der PS die stärkste Kraft im belgischen Bundesland Wallonien.

Am 16. Mai 2011 benannte der belgische Monarch Elio Di Rupo zum Regierungsbildner.