Tunnelbohrer "Wiske" sieht wieder Tageslicht

Am Montagabend gelang der Durchbruch am ersten Tunnel der neuen Güterbahnverbindung zum Antwerpener Hafen. Ab 2014 sollen zwei Tunnelröhren unter Hafen und Schelde für eine bessere Bahnanbindung sorgen.

Die Tunnelbohrmaschine "Wiske“ hat den ersten der beiden 6 km langen Bahntunnel unter dem Antwerpener Hafen hindurch geschafft. Nach 14 Monaten sah der Bohrer am Montagabend wieder Tageslicht.

"Wiske“ ist eine 200 m lange Bohrmaschine von 8 m Durchmesser. Die Bohrer arbeiten sich auf stählernen Rollen nach vorne und werden dabei durch hydraulische Schieber, die so genannten "Pistons“ unterstützt.

Der neue Bahntunnel entsteht im Rahmen des umfassenden Antwerpener Verkehrsprojekts am Liefkenshoektunnel. Der Tunnel soll die Zugänglichkeit zum Antwerpener Hafen mit Güterzügen erleichtern und gleichzeitig auf den vorhandenen Gleisen mehr Raum für den Bahnreiseverkehr bieten.

Durch den neuen Tunnel können die Güterzüge vom und zum Hafen dem Nadelöhr Kennedytunnel und dem dichten Bahnverkehr über Berchem weiträumig entgehen und zudem erreichen die ihre Ziele schneller.

Zwei Bohrer graben sich unter Antwerpen durch

"Wiske“ ist der erste Bohrer, der den Durchbruch geschafft hat. Der Bohrer der zweiten Tunnelröhre, "Schanulleke“ genannt, soll Ende Juni mit seiner Arbeit fertig werden. Dieser Bohrer hat für "Wiske“ auch Vorarbeit geleistet und arbeitet jetzt an der Fertigstellung eines Rettungs- und Evakuierungsschachtes. Bis 2014 sollen die Arbeiten am neuen Tunnel und den Gleisen hindurch abgeschlossen sein.