Belgische F16 bombardieren auch nachts

Belgische F16 bombardieren jetzt auch nachts Ziele in Lybien. Bis letzte Woche Freitag waren nächtliche Einsätze nicht möglich wegen Unterhaltsarbeiten an der Landebahn auf dem griechischen Stützpunkt von Araxos. Dort sind die F16-Kampfflugzeuge stationiert.

Die belgischen Kampfflugzeuge sind bereits seit 2 Monaten im lybischen Luftraum aktiv. Sie sind aber bis letzte Woche allein tagsüber im Einsatz gewesen. Inzwischen ist der nächtliche Einsatz auch möglich, betont der Verteidigungsminister Pieter De Crem in der Frühsendung des VRT-Radios.

"Unsere Einsätze tagsüber und nachts erfolgen im Rahmen der Durchsetzung der No-Fly-Zone. Unsere Truppen und zum Beispiel unsere Flugzeuge sind in der letzten Woche ungefähr 52 Stunden im Einsatz gewesen. Sie haben also auch ihre Flüge am Tag weiter intensiviert. Es handelt sich um die Zerstörung der Flugzeuge am Boden, die Zerstörung der Munition und Waffendepots und die Zerstörung von Hangars, in denen Material gelagert ist, das gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden könnte."

Innerhalb einer Woche haben die Belgier in Lybien bereits 10 Ziele nachts getroffen.

Forderung nach mehr Engagement des Parlaments

Wouter De Vriendt von den flämischen Grünen Groen! (Foto) bestätigt, dass die Bombardierungen unter die UN-Resolution fallen, aber ruft unser Land dazu auf, sich an die zentralen Aufgaben der Resolution zu halten. "Das ist der Schutz der Zivilisten," sagt er in der Frühsendung des VRT-Radios.

"Ich fürchte, dass wir weggleiten und dass wir irgend wann, wenn wir uns zu sehr einmischen, die Unterstützung der arabischen Länder verlieren werden. Nur weil die Bombardements unter die UN-Resolution fallen, müssen wir sie doch noch lange nicht ausführen."

"Das Parlament hat zwar den Bombardements zugestimmt, aber ich bitte das Parlament um mehr Engagement. Ich habe festgestellt, dass der Ausschuss, der hierfür zuständig ist, nicht einmal jede Woche zusammen kommt, obwohl doch jede Woche neue Beschlüsse gefasst werden."