Trophäen für Belgier in Cannes

Auf den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Cannes haben belgische Produktionen von sich Reden gemacht. "Les géants" von Bouli Lanners gewann in Quinzaine des Réalisateurs und "Dimanches" von Valéry Rosier gewann den Prix Découverte Kodak in Semaine de la Critique. Der Quinzaine und der Semaine sind zwei wichtige Nebensektionen des Filmfestivals in Cannes.

"Les Géants" (dt. "Die Riesen") von Bouli Lanners gewann gleich zwei Preise im Nebenprogramm des Filmfestivals, den Art Cinema Award des internationalen Kinoverbandes und den SACD-Preis für das Szenario. Der SACD-Preis wird von einer Gruppe aus 15 Autoren verliehen.

In dem Film "Les Géants“ erzählt der aus Kelmis stammende Bouli Lanners von drei ungezogenen Jungen, die im Sommer auf Abenteuerreise gehen: Die Brüder Zak und Seth und der Teenager Dany. Nach dem Tod ihres Großvaters stehen sie plötzlich alleine da und versuchen, zurecht zu kommen.

Lanners (Foto) Ausgangspunkt für den Film war "das Erwachsenwerden durch die Augen von Jugendlichen". Der Film feierte in Cannes Weltpremière. Ab dem 12. Oktober kommt "Les géants" auch in die Kinos.

Der 46-jährige Lanners, der bislang in einem Hausboot an der Maas lebte, ist nicht nur seit seinen Filmen „Ultranova“ (2005) und dem Roadmovie „Eldorado“ (2008) ein international ausgezeichneter Regisseur, sondern auch als Schauspieler bekannt. Derzeit spielt er in "Astérix and Obelix: God save Britannia" mit.

"Dimanches" (dt. "Sonntage")

Auch der Film "Dimanches" des Belgiers Valéry Rosier wurde mit einem Preis ausgezeichnet, dem Prix Découverte Kodak für junges Talent.

"Dimanches" zeigt wie die Sonntage in einem Städtchen im Hennegau ablaufen. Der Film holte bereits zwei Preise und eine extra Nummer auf dem Brüsseler Short Film Festival.

Die Filmpreise im Offiziellen Wettbewerb für die Goldene Palme in Cannes werden erst am Sonntag vergeben. "Le gamin au vélo" von den belgischen Dardenne-Brüdern ist im Wettbewerb um die Goldene Palme.