Belgien: 1 von 4 Kindern lebt ärmlich

Eines von vier Kindern in unserem Land wohnt in einem Haus ohne Bad, Toilette, Heizung oder warmes Wasser. Das geht aus dem Armutsbericht verschiedener sozialer Vereinigungen hervor.

Durch die Wirtschaftskrise ist die Kluft zwischen arm und reich auch in Belgien größer geworden.

Und davon sind vor allem die Kinder Opfer.

Das sagt Jos Geysels vom "Armutbarometer" in der Morgensendung des VRT-Radios: "Die Kinderarmut ist auf über 8 Prozent gestiegen. 8% der Kinder, die jetzt geboren werden, werden in armen Verhältnissen leben. Sie können über Armut denken, was Sie wollen und einige denken sehr schlecht darüber, aber einem Kind kann man nicht vorwerfen, dass es an seiner Armut selbst Schuld habe."

Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2009, aber laut den sozialen Vereinigungen habe sich seither nicht viel verändert.

Einige Zahlen

10,1% der flämischen Bevölkerung hat ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze und 22,3% der alleinerziehenden Familien lebt mit einem ehöhten Armutsrisiko. 18,6 % der Kinder lebt in Haushalten, die angeben, finanziell kaum über die Runden zu kommen.

40,0% der Mieter wohnt in einer Wohnung, die erhebliche Qualitätsmängel aufweist oder der es an Komfort fehlt. 25,4% der Kinder wohnt in einem Haus oder einer Wohnung, in der es kein Bad, keine Toilette, keine Zentralheizung oder warmes und laufendes Wasser gibt.

Im Bereich der Bildung haben die Organisationen festgestellt, dass 13,4% der 15-Jährigen im Rückstand mit Lesen und Schreiben sind.