Aschewolke bringt vorläufig kein Problem

Die Aschwolke des isländischen Vulkans Grimsvötn stört schon Luftraum in Nordost-Deutschland und steuerte auch unser Land an. Erste Flüge aus Richtung Belgien nach Nordeuropa waren bereits betroffen. Doch im Laufe des Mittwochs änderte sich die Windrichtung.

Belgiens scheidender Staatssekretär für Mobilität und Verkehr, Etienne Schouppe (CD&V) aktivierte einen Krisenstab, der im direktem Kontakt zu den Luftverkehrsleitern von Belgocontrol, mit den belgischen Flughäfen und den von Belgien aus aktiven Fluggesellschaften steht.

Bis auf weiteres stand am Mittwochmorgen noch kein Flugverbot auf der Tagesordnung. Raf Windmolders von Belgocontrol sagte am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion dazu:

"Derzeit steht die Aschewolke über dem Norden der Niederlande und Deutschlands. Aber sie bewegt sich langsam in Richtung Südosten und dadurch wird wohl auch der Norden von Belgien erreicht.“

In der Nacht zum Mittwoch wurde ein Flug vom Lütticher Flughafen Bierset (Foto) in die schottische Hauptstadt Edinburgh abgesagt. Zwei weitere Flüge in Richtung Großbritannien und Schweden mussten umgeleitet werden. Im Laufe des Tages mussten in Brüssel Flüge zu norddeutschen Zielen - Hamburg und Bremen - abgesagt werden.

Inzwischen hat sich der Vulkan Grimsvötn beruhigt und stößt keine Asche mehr aus. Die Aschewolke allerdings wird noch einige Tage für Probleme im europäischen Luftraum sorgen. Offenbar zieht sie aber in Richtung der baltischen Staaten. Am Mittwochnachmittag ging man davon aus, dass in den nächsten beiden Tagen kein Problem im belgischen Luftraum zu befürchtenn sei.

Infos zum Flugverkehr

Die Webseite des belgischen Nationalflughafens Brussels Airport gibt Auskunft zu den Starts und Landungen in Brüssel.

Aktuelle Infos zur Aschwolke aus dem Vulkan Grimsvötn auf Island sind auf der Webseite flightradar24.com abzurufen.