Am Dienstag: Bahnstreik im Güterverkehr

Die beiden großen Bahngewerkschaften ACOD (sozialistische) und ACV (christliche) werden nächste Woche den Güterverkehr bestreiken. Der Personenverkehr soll hingegen verschont bleiben. Die Gewerkschaften protestieren gegen die geplanten Einsparungen beim Tochterunternehmen für Güterverkehr der NMBS. Sie wollen am Dienstag oder Mittwoch im Antwerpener Hafen Streikaktionen durchführen.

Allein der Güterverkehr soll bestreikt werden. Ein organisierter Streik im Personenverkehr wird es nicht geben. Spontane Aktionen werden aber nicht ausgeschlossen.

"Die Spannungen und Unzufriedenheit an einigen Arbeitssitzen ist so groß, dass wir mit lokalen Aktionen rechnen", heißt es bei der sozialistischen Gewerkschaft. Insbesondere im französischsprachigen Belgien erhitzt sich die Stimmung.

Konkret sollen nächste Woche Dienstag im Antwerpener Hafengebiet Protestaktionen stattfinden. Das gab die christliche Gewerkschaft bekannt. Es soll sich um zielgerichtete Aktionen handeln. Mehr wollte die Gewerkschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Weiterhin seien Aktionen an den durch Restrukturierung bedrohten Arbeitsplätzen geplant, fügt sein Kollege von der sozialistischen Bahngewerkschaft hinzu. Aktionen finden also auch in Wekstätten statt, in denen das Material gewartet wird, zum Beispiel in Ostende, Kortrijk, Merelbeke, Hasselt, Antwerpen und Mechelen.

Der Personenverkehr soll, zumindest theoretisch, von den Aktionen ausgespart werden, "um die Unzufriedenheit der Zugreisenden, die täglich Opfer von Störungen im Bahnverkehr sind, nicht noch weiter auf die Spitze zu treiben", heißt es.

Der Unternehmerverband Unizo reagierte am Donnerstag verärgert auf die angekündigten Streiks. "Auch das ist eine Schande. Unternehmen, die nichts mit möglichen Problemen bei der belgischen Bahn NMBS zu tun haben, werden nicht beliefert. Wieder wird es Opfer geben, die nichts mit der Sache zu tun haben", sagte Unizo-Spitzenmanager Karel Van Eetvelt.