Belgien hat Rückstand bei Internethandel

Die Tragweite des Internets in der Wirtschaft ist viel kleiner in unserem Land als in den Nachbarländern. Das geht aus einer Studie von The Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag der Suchmaschine Google hervor und steht in der Zeitung De Tijd.

Die belgische Internetwirtschaft lieferte 2009 einen Beitrag von 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (8,6 Milliarden Euro). In den Niederlanden ist der Anteil bereits 4,3 Prozent und im Vereinigten Königreich sogar 7,2 Prozent.

Im besten Fall, so schreibt "De Tijd", werde die belgische Internetwirtschaft 2015 auf 4,6 Prozent (19,6 Milliarden) steigen und größer als der Finanzdienstleistungssektor sein. In vier Jahren sei  man in Belgien also knapp über dem Niveau, das die Niederlande vor zwei Jahren erzielte.

Die Gründe für den Rückstand Belgiens seien unterschiedlich. Hauptgrund sei das immer noch mangelnde Vertrauen und Interesse der Belgier am so genannten e-commerce, also am Einkaufen im Internet.

So werde nur 9 Prozent der Reisen online gebucht. In den Niederlanden beträgt der Anteil 40 Prozent.

Auch kleine und mittlere Unternehmen seien noch zu wenig im Internet vertreten. Allein eine Website zu haben, sei heutzutage eben nicht mehr ausreichend, betont Filiep Deforche von BCG.