Kalmthouter Heide: Anwohner nach Hause

Die evakuierten Umwohnenden des Naturreservats in Kalmthout dürfen wieder zurück nach Hause. Der Heidebrand scheint unter Kontrolle zu sein. Der Regen habe der Feuerwehr in der Nacht zum Freitag sehr geholfen, so Bürgermeister Lucas Jacobs.

Am Donnerstag mussten ein Dutzend Menschen evakuiert werden. Sie haben die Nacht in einem Motel in Brasschaat oder bei Familienangehörigen verbracht. Am heutigen Freitag durften sie wieder nach Hause.

Die ganze Nacht hat die Feuerwehr noch gelöscht. Der Brand ist jetzt so ziemlich unter Kontrolle.  Vorübergehend habe es schlecht ausgesehen und sei befürchtet worden, dass ein neues Stück Heide abbrennen würde. Es habe jedoch in der Nacht zum Freitag mehr geregnet als erwartet. Das sei der Feuerwehr eine große Hilfe beim Löschen gewesen. Bleibe das Wetter so, müsse die Feuerwehr nur noch nachlöschen und der Brand bliebe unter Kontrolle.

Ein Viertel der Heide ist dennoch zerstört. Rund 600 Hektar Heidelandschaft ist abgebrannt. "Das, was die Kalmthouter Heide so einzigartig macht, das echte Heidegebiet, ist verwüstet", erklärt die Antwerpener Provinzgouverneurin Cathy Berx (CD&V).

Der heftige Wind und der schwierige Zugang zur Heide bereiteten der Feuerwehr viel Mühe. Vier Feuerwehrleute wurden beim Löschen verletzt. Sie mussten mit Brüchen und Verstauchungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. An die 60 Feuerwehrleute waren in der Nacht zum Freitag im Dauereinsatz.

Größter Heidebrand in der Geschichte der Kalmthouter Heide

Mit 600 verwüsteten Hektar Heidelandschaft handelt es sich bei dem Brand um den größten Heidebrand in Kalmthout. "Wer künftig hierher kommt, wird ein schwarzes Gebiet vorfinden. Die Vegetation ist vollständig abgebrannt und wird sich erst im Laufe der Jahre wieder erholen", so Bürgermeister Jacobs.

Beim letzten großen Brand 1996 waren schon einmal 388 Hektar Heide in Flammen aufgegangen. Das Naturreservat hatte sich noch nicht ganz hiervon erholt, erklärt Dirk Bogaert von der Vertretung für Natur- und Forstwirtschaft.

"Eigentlich müssen wir sagen, dass das bis heute andauert, denn die Erholung einiger Gewächse geht schnell, anderer hingegen sehr langsam. Und man sieht auch eine Veränderung der Vegetation. Heide ist sehr brandempfindlich und was sehen wir dann passieren? Die Heide verschwindet und wird durch Pfeifengras ersetzt."