Trockene Äcker beunruhigen die Landwirte

Die anhaltende Trockenheit in unseren Breitengraden sorgt für Probleme in der Landwirtschaft. Den flämischen Bauern, die Gemüse unter freiem Himmel züchten, bleibt nur noch wenig Zeit zum Säen. Doch der Boden ist zu trocken.

Nach Angaben des Bauernbundes steht der Freilandanbau von Gemüse kurz vor einer Krise, denn Gemüsesorten, wie Spinat, Erbsen, Möhren, Bohnen oder Chicoree müssten eigentlich spätestens Anfang Juni gesät werden.

Doch durch die Trockenheit ist der Boden hart und enthält kaum bis gar keine Feuchtigkeit. Anne-Marie Van Geenberghe, die Sprecherin des Bauernbundes, erklärt, dass jede Pflanzenart einen bestimmten Zeitraum zum Wachsen beansprucht:

"Für Freilandgemüse gilt die Regel, dass es vor Juni ausgesät werden muss. Jetzt geht der Monat Mai zu Ende, jeder Tag zählt. Ohnehin werden die Erträge dieses Jahr niedriger ausfallen und das Risiko ist groß, dass einige Äcker gar nicht bepflanzt werden können.“

Der Bauernbund hofft, dass die Europäische Union den betroffenen Landwirten ihre Prämien früher auszahlen kann, als vorgesehen. Zudem können die betroffenen Bauern auch auf den Katastrophenfonds der Agrarwirtschaft hoffen. Dieser Fonds greift in Belgien, wenn durch Wetterumstände Schaden erlitten wird.