Ex-VRT-Chef Paul Vandenbussche gestorben

Paul Vandenbussche, der erste Intendant der damaligen BRT, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Vandenbussche stand mehr als ein Vierteljahrhundert lang an der Spitze des öffentlich-rechrtlichen Rundfunks.

Als Mitarbeiter des CVP-Kabinetts arbeitete Vandenbussche 1960 am Rundfunkgesetz mit, das das Nationaal Instituut voor de Radio-omroep (NIR) zur BRT umbildete.

Im gleichen Jahr wurde er selbst als Intendant angestellt, eine Funktion, die er bis 1986 wahrnahm. Bei seinem Antritt erzählte Vandenbussche den Zuschauern persönlich von seinen künftigen Plänen. "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass Ihnen das flämische Fernsehen viel Unterhaltung bietet, ohne dass es ein Insturment des Abflachens wird", hieß es.

Für Vandenbussche waren Objektivität und parteipolitisches Gleichgewicht in den Redaktionen heilige Prinzipien. "Er wollte zu jedem Preis den unabhängigen Journalismus verteidigen", sagt sein Nachfolger Cas Goossens, der auch auf seinen "schwierigen Charakter" hinweist. Mit ihm seien so einige Journalisten aneinander geraten.

Mit Vandenbussche als Chef zog der öffentlich-rechtliche Rundfunk vom Gebäude am Flageyplatz im Brüsseler Stadtteil  Elsene in das heutige Gebäude an der Reyerslaan im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek.

Im August 1986 ging Paul Vandenbussche in Rente. Sein Mitarbeiter Cas Goossens trat in seine Fußstapfen.